Geschichtswerkstatt Marburg e.V.    Forschung für Regional- und Alltagsgeschichte

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Der Beginn der regelmäßig am 2. Montag des Monats stattfindenden Mitgliederversammlungen wurde auf 19.00 Uhr festgelegt. Die Jahreshauptversammlung findet am 8. April 2013, 19 Uhr in den Räumen der Geschichtswerkstatt Marburg, Schwanallee 27-31 statt.

 


 

Film und Vortrag

Film: "Hitlerjunge Salomon" nach der Autobiografie Sally Perels

Zeit: Montag, 10. Juni 2013, 20:00 Uhr

Ort: Kino Capitol, Marburg, Biegenstraße 8

Eintrittspreise können an der Kinokasse erfragt werden.

Das Buch von Sally Perel wurde von Agnieszka Holland 1990 unter dem Titel "Hitlerjunge Salomon" verfilmt.

 

Öffentlicher Vortrag von Sally Perel

Zeit: Donnerstag, 13. Juni, 20:00 Uhr

Ort: Kino Capitol, Marburg, Biegenstraße 8

Der Eintritt ist frei.

 

Veranstalter: Kooperationspartner der Veranstaltung sind der Arbeitskreis Landsynagoge Roth, die Geschichtswerkstatt Marburg, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Jüdische Gemeinde Marburg und der Verein Strömungen sowie die Gesamtschule Niederwalgern, die Gymnasien Martin-Luther-Schule und das Philippinum.

 

Sally Perel
Sally Perel, Besuch der CJD Christophorusschule Königswinter, 8. Mai 2001
Quelle http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sally_Perel_2.jpg, 21.05.2012 20:45

 

Der Holocaust-Überlebende Sally Perel konnte für eine Vortrags- und Diskussionsreihe in Marburg gewonnen werden. Neben dem öffentlichen Vortrag wird er bei schulinternen Veranstaltungen in verschiedenen Schulen sprechen.

Nach einer unbeschwerten Kindheit in Peine bei Braunschweig flüchtete Sally Perel 1938 mit seiner Familie nach Lodz. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen schickten seine Eltern den erst 14-Jährigen in die Sowjetunion. Hier wurde er nach dem Einmarsch der Wehrmacht aufgegriffen. Es gelang ihm das Unglaubliche seine jüdische Herkunft vor den deutschen Soldaten zu verbergen. Als Josef Perjell überlebte Sally Perel den Krieg erst als Dolmetscher der Wehrmacht, später als Mitglied der Hitlerjugend. Am Ende des Krieges wurde er nochmals Soldat, und dann von der US-amerikanischen Armee gefangen genommen. Außer seinen Brüdern Isaak und David überlebte kein Mitglied der Familie Perel den Holocaust. Perel ging nach Israel, wo er heute noch lebt.

Seine Geschichte erzählt er in der Autobiografie "Ich war Hitlerjunge Salomon". Diese wurde 1989 verfilmt. Seit mehreren Jahren berichtet Perel nun von seiner Geschichte und dem Drahtseilakt seine jüdische Identität im nationalsozialistischen Alltag zu verheimlichen.

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